Rezension Zivilrecht: Erbrecht

Schmoeckel, Erbrecht, 3. Auflage, Nomos 2014 Von stud. jur. Marvin Jäschke, Göttingen Seine Einführung in das Erbrecht schloss mein verehrter Professor mit einer unvergesslichen Mahnung: "Merken sie sich, der Erbfall ist nur in zwei Situationen unproblematisch: Entweder gibt es nur einen Erben, oder es gibt kein Erbe!" Tatsächlich: Gestorben wird immer - und nicht viel seltener sorgt nicht nur der Todesfall für tiefe Bestürzung; regelmäßig wird um die - teils beträchtlichen - Nachlässe gezankt. Unter Praktikern gehört das Erbrecht deshalb wohl zu Recht zu den "Brot- und Butterfächern" der Rechtsanwälte. Schon deshalb, und trotz der Nebenrolle im Ersten juristischen Staatsexamen, sollte das Erbrecht im Hauptstudium keinesfalls völlige Vernachlässigung erfahren. Selbsterklärtes Ziel des Lehrbuchs von Prof. Dr. Mathias Schmoeckel (Universität Bonn), erschienen im Nomos-Verlag, ist es, eine "verlässliche Einführung" in diese praxisrelevante Materie zu schaffen - dies gelingt: Mit einem sinnvollen Aufbau bereitet „der Schmoeckel“ den Stoff dieses (Neben-)Fachs für das universitäre Studium auf: Neben einer kurzen Einführung in die Grundprinzipien des Erbrechts umfasst das Lehrbuch auf seinen 290 Seiten alle relevanten Facetten des Erbrechts - vom Weg zur Erbschaft bis zum Ausschluss von dieser, die gesetzliche und die gewillkürte Erfolge, die Erbengemeinschaft und ihre Haftung und die lebzeitigen Geschäfte auf den Erbfall hin. Der Schwerpunkt der Betrachtung wurde dabei im besonderen Maße auf die gewillkürte Erbfolge gelegt. Intensiv befasst sich der Autor mit der Testierfreiheit und der diese beschränkenden Pflichtteilsregelung (§18), den möglichen Erscheinungsformen letztwilliger Verfügungen (§§19 bis 21) und der Auslegung solcher (§22) ...Zum vollständigen Artikel


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