Wenn auch Männer mal wegen des Geschlechtes benachteiligt werden

Üblicherweise geht es in arbeitsgerichtlichen Prozessen mit dem Hintergrund einer Geschlechterdiskriminierung darum, dass Frauen wegen ihres Geschlechtes am Arbeitsplatz anders oder oft sogar schlechter behandelt werden, als ihre männlichen Kollegen. In einer Sache, über die das Bundesarbeitsgericht am 20.02.2014 zu entscheiden hat (8 AZR 1083/12), geht es ausnahmsweise einmal darum, dass männliche Mitarbeiter anscheinend wegen ihres Geschlechtes benachteiligt werden. Zumindest Sie dass der dortige Kläger so.

Der Kläger ist Pilot und bei der Fluglinie, bei welcher er angestellt ist, existiert eine Betriebsvereinbarung über das Tragen von Cockpit-Mützen. In dieser ist geregelt, dass männliche Piloten in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Bereich stets eine Cockpit-Mütze zu tragen haben. Weiblichen Piloten hingegen ist es freigestellt, ob sie die Kappe tragen wollen oder nicht.

Nachdem der Kläger im Dezember 2009 einmal von einem Flug abgezogen wurde, weil er eben diese Mütze nicht mit sich führte, geschweige denn auf dem Kopf hatte, begehrte dieser mit seiner Klage die Feststellung, dass benannte Betriebsvereinbarung ihn wegen seines Geschlechts benachteiligt. Dies macht er vor allem daran fest, dass es seinen Kolleginnen freigestellt ist, die Mütze zu tragen oder nicht. Männliche Piloten hingegen sind dazu verpflichtet und haben mit entsprechenden arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen, wenn sie sich nicht daran halten ...

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