Meditatives Tanzen – Wunschtraum oder Erwerbstätigkeit?

Wird nicht näher dargelegt, wie mit Tanzkursen Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt werden sollen, sind Seminargebühren für “Meditatives Tanzen” nicht als vorweggenommene Betriebsausgaben abzugsfähig. Der Wunschtraum, mit einigen Leuten diese Freizeitbeschäftigung auszuüben und vielleicht auch Kurse zu veranstalten, reicht nicht aus, um die Absicht zur Einkunftserzielung zu erläuten.

Mit dieser Begründung hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines Mannes abgewiesen, der Seminargebühren in seiner Steuererklärung als vorweggenommene Betriebsausgaben geltend machen wollte. Der Kläger besuchte im Jahr 2010 ein dreitägiges Seminar “Meditatives Tanzen” in einem Exerzitienhaus. Die Seminarkosten (170,00 Euro) machte er in seiner Einkommensteuererklärung als vorweggenommene Betriebsausgaben geltend, mit der Begründung, er wolle zukünftig selbst solche Kurse anbieten. Das Finanzamt erkannte die Aufwendungen nicht an, worauf der Kläger Klage beim Finanzgericht Rheinland-Pfalz erhob. Er machte geltend, er sei krankheits- und altersbedingt nicht mehr so leistungsfähig und suche daher nach anderen Formen einer Erwerbstätigkeit ...

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