Campingurlaub auf Fehmarn als Psycho-Thriller

Campingurlaub des Trios

Es sind Randgeschichten im NSU-Prozess – aber sie könnten auch Stoff für einen Psycho-Thriller sein: Die Urlaubsbekanntschaften von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Regelmäßig campte das Trio auf Fehmarn – und fand dort Anschluss zu anderen Urlaubern, die teilweise seit vielen Jahren immer zur gleichen Zeit auf den gleichen Platz fuhren.

Alles begann mit der Frage der Drei, ob die Nachbar-Camper denn vielleicht Doppelkopf spielen könnten – und es endet vor dem Münchner Oberlandesgericht. Denn dort ist Beate Zschäpe in den vergangenen Wochen alten Urlaubsbekannten wieder begegnet. Nächste Woche wird ein weiteres Ehepaar aussagen, dass die drei so kennengelernt hat. Wahrscheinlich werden sie so erschüttert sein, wie es Karin und Christian M. waren, die bereits ausgesagt haben. Damals habe man sich sehr gut verstanden, sagten sie vor Gericht. Hinterfragt hätten sie das Leben der Drei nicht. Bis sie ihre Gesichter im November 2011 im Fernsehen gesehen hätten. Auf allen Kanälen. Camper Christian M. sagte vor Gericht über diesen Moment: “Wir waren geschockt, wie wenig wir eigentlich wussten. Das war kaum zu begreifen”.

Von außen betrachtet ist fast zwangsläufig, was den Familien passiert ist: Wer im Urlaub entspannt und in der sprichwörtlich “anderen Welt” Leute kennen lernt, für den spielt es keine Rolle, wer die Menschen nebenan sind, solange man nicht über Musiklautstärken oder Grill-Dünste streitet. Wenn die Chemie aber stimmt und sogar noch gemeinsame Grillade zu Stande kommt: Umso besser ...

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