Alternative Capital Invest GmbH & Co. III Dubai Tower KG: Gütersloher Rechtsanwalt wegen Beihilfe zum Kapitalanlagebetrug zu Schadensersatz verurteilt

Das Brandenburgische Oberlandesgericht (OLG) hat den Geschäftsführer der Treuhandgesellschaft, einen Gütersloher Rechtanwalt, zur Zahlung von Schadensersatz an eine Anlegerin verurteilt. Das OLG sah es als erwiesen an, dass dieser dem Fondsinitiator Beihilfe zum Kapitalanlagebetrug (§ 264 a StGB) geleistet hat. Das Urteil dürfte den Fondsverantwortlichen nicht schmecken. Erstmals hat ein Zivilgericht ein strafbares Verhalten im Zusammenhang mit einem des ACI-Fonds festgestellt. Betroffen ist der ACI-Fonds III. Eine Anlegerin hatte gegen den Geschäftsführer der Treuhandgesellschaft geklagt und geltend gemacht, dass diese die im Prospekt versprochene Mittelverwendungskontrolle zu keinem Zeitpunkt ordnungsgemäß durchführen wollte. Darüber hinaus hatte sich das gesamte Fondskonzept zum maßgeblichen Beitrittszeitpunkt bereits grundlegend verändert, wovon die Anlegerin ebenfalls nichts erfuhr. Der Emissionsprospekt war in dieser Hinsicht längst �überholt�. Hieraus leitete das OLG zunächst eine Strafbarkeit des Fondsinitiators wegen Kapitalanlagebetruges ab. Da der beklagte Rechtanwalt über seine Treuhandgesellschaft aber aktiv am Abschluss der Beteiligungsverträge beteiligt war und auch die Mitteltransfers selbst vornahm, sah es eine Beihilfehandlung als gegeben an. Es führt hierzu u. a. aus: Tatsächlich gab es eine solche Sicherheit aber nicht. Die Mittelverwendungskontrolle durch die Treuhänderin �lief leer�. Der Beklagte als Geschäftsführer der Treuhänderin war von vornherein nicht willens, die Mittelverwendungskontrolle entsprechend den Vorgaben des Emissionsprospektes und den Gesellschafts- und Treuhandverträgen auszuüben ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK