Compliance Studien im Überblick

Gem. § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden.

Obwohl im Aktiengesetz geregelt, findet diese Vorschrift nach der Gesetzesbegründung (BT-Drucks. 13/9712, S. 15) grundsätzlich auch Anwendung auf Geschäftsführer von GmbHs und anderer Gesellschaftsformen (sog. Ausstrahlungswirkung). Die Gesetzesbegründung stellt zudem klar, dass die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen auch Gesetzesverstöße darstellen können.

Und die Praxis?

Soviel zur Theorie, doch wie sieht es in der Praxis aus? Eine Analyse mit Hilfe von Google-Trends und dem Suchwort “Compliance” zeigt für Deutschland einen tendenziellen Anstieg von entsprechenden Suchanfragen.

Besonders relevante Compliance-Bereiche

Aber welche Bereiche sind besonders relevant aus Sicht der Compliance? Die Studie “Compliance im Mittelstand” (s. 14) von Deloitte zeigt, dass u.a. insbesondere die Abteilungen Rechnungswesen/ Controlling/ Buchhaltung, Einkauf und Vertrieb von den Unternehmen als besonders relevant eingeschätzt werden. Nur 31 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass der Bereich Informationstechnologie besonders stark relevant sei, bei dem Bereich Personal waren immerhin 43 Prozent dieser Auffassung.

Erweiterungsfähige Compliance-Bereiche

Schaut man sich daneben die Studie “Agenda 2015: Compliance als stetig wachsende Herausforderung” der Firma Bearing-Point an, so kommen die Teilnehmer zu dem Ergebnis, dass u.a. die Bereiche Finanzbuchhaltung, Vertrieb/Kunden, Marketing, Treasury und EDV/IT gleichwohl als „erweiterungsfähig“ in Bezug auf Compliance-Aktivitäten gelten, also als noch nicht zufriedenstellend im Sinne der Compliance beurteilt werden ...

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