Tödliche Thrombose nach Skiunfall – Schadensersatzklage gegen Arzt wegen unterlassener Thromboseprophylaxe abgewiesen.

Eine durch Knieverletzungen infolge eines Skiunfalls bei einem 64jährigen Patienten ausgelöste Thrombose kann zu einer Lungenembolie führen, an deren Folge der Patient verstirbt, ohne dass dem Orthopäden, der den Patienten 2 Tage vor der Lungenembolie behandelt hat, eine unzureichende Thromboseprophylaxe vorgeworfen werden kann.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 18.10.2013 – 26 U 119/12 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall war der seinerzeit 64jährige Ehemann der Klägerin im Februar 2009 im Skiurlaub verunfallt. Er zog sich eine Distorsion beider Kniegelenke und eine Innenbandläsion eines Kniegelenks zu. Mit einer Kniemanschette und zwei Gehhilfen versorgt kehrte er Anfang März 2009 nach Hause zurück und stellte sich in der Praxis der beiden beklagten Orthopäden vor. Nach ärztlicher Untersuchung wurde dort die Manschette entfernt und der Patient an eine radiologische Praxis verwiesen, in der ca. 10 Tage später ein MRT erfolgen sollte. Bereits zwei Tage nach der Behandlung bei den Beklagten erlitt der Patient infolge einer Thrombose eine Lungenembolie und kollabierte ...

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