Nicht die beste Promotion: Verdacht der Vorteilsannahme durch Verschaffen einer Promotionsmöglichkeit

Vor allem nicht, wenn es um den Arbeitsplatz geht.

[Cave. Böse Sarkasmus-Einschübe zwischen den Absätzen. Spitz wie die Spitzen der Heels unter meinen Absätzen. Ich warne arglose Leserschaft vor Nebenwirkungen]

Nicht die beste Promotion für einen Arzt, der sie verschafft.

Nicht die beste Promotion für seinen Arbeitgeber, wenn deswegen staatsanwaltschaftlich ermittelt wird.

Beim Bundesarbeitsgericht geht es darum und zwar im Kontext der Kündigung eines Oberarztes und wissenschaftlichen Mitarbeiters eines Universitätsklinikums.

Dort streiten die Beteiligten über die Wirksamkeit einer Kündigung des Klägers, welcher bei der beklagten Betreiberin eines Universitätsklinikum seit August 2002 als Oberarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt ist. Seiner Meinung nach. War – nach Meinung des Arbeitgebers. Je nachdem, ob man die Kündigung als wirksam ansieht.

Folgender Sachverhalt beschäftigt das Bundesarbeitsgericht:

Bereits im Jahr 2001 war der Kläger mit der I. GmbH übereingekommen,

Kunden der I. GmbH auf Honorarbasis bei der Suche nach einer berufsbegleitenden Promotionsmöglichkeit behilflich zu sein. Zudem sollte der Kläger Kunden der I. GmbH promotionsbegleitend betreuen.

Im Oktober 2002 fragte die I. GmbH beim Kläger an, ob dieser dem Zahnarzt Z. eine Promotionsmöglichkeit verschaffen könne.

Im Juni 2003 führte der Kläger mit Herrn Z. ein Gespräch über das mögliche Arbeitsgebiet einer Promotion. Nachdem Herr Z. seine Promotion bei der Beklagten begonnen hatte, stellte der Kläger der I. GmbH eine Teilrechnung über 2.000,00 Euro.

Hübscher Nebenverdienst, rischtisch? Abgesehen davon fragt man sich: Wusste die Beklagte, dass hierbei Nebentätigkeit ihres Mitarbeiters erfolgt war? War diese genehm oder genehmigungsbedürftig?

Entscheidend kann noch werden, wann sie wovon wusste, die Arbeitgeberin ...

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