Die Gefahr der körperlichen Züchtigung bei den “Zwölf Stämmen”

Besteht für Kinder die gegenwärtige Gefahr einer körperlichen Züchtigung fort, kann das Kindeswohl bis zu einer endgültigen Klärung im Hauptsacheverfahren nur durch den vorläufigen Entzug wesentlicher Teile des Sorgerechts, insbesondere des Aufenthaltsbestimmungsrechts, hinreichend geschützt werden.

So hat das Oberlandesgericht Nürnberg in den hier vorliegenden Fällen entschieden, in denen vier Elternpaare sich gegen den vorläufigen teilweisen Entzug des elterlichen Sorgerechts gewehrt haben. Die Beschwerden sind im Hinblick auf sieben Kinder zurückgewiesen worden. Die zwei jüngsten Kinder kommen zurück in die Obhut ihrer Eltern. Im Wege einer einstweiligen Anordnung hatte das Amtsgericht Ansbach am 3. bzw. 4. September 2013 mehreren Eltern, die der Glaubensgemeinschaft “Zwölf Stämme” angehören, wesentliche Teile des elterlichen Sorgerechts vorläufig entzogen. Die Kinder wurden bei Pflegeltern untergebracht. Mit Beschlüssen vom 23. September 2013 hielt das Amtsgericht seine vorläufigen Entscheidungen aufrecht, nachdem es zuvor die Eltern der Kinder angehört und Zeugen vernommen hatte. Gegen diese Beschlüsse erhoben die betroffenen Eltern Beschwerde zum Oberlandesgericht ...

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