Erste Impfung gegen Meningokokken B in Deutschland verfügbar

Kinder und Jugendliche können erstmals auch gegen Meningokokken B geschützt werden. Der neue Impfstoff, der sowohl von der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) als auch vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geprüft wurde, ist ab sofort in Deutschland verfügbar. Meningokokken des Typs B können schwere Hirnhautentzündungen, die so genannte Meningitis, auslösen. Häufig begleitet ist die Meningokokken-Meningitis von hohem Fieber, Schüttelfrost und Lichtempfindlichkeit. Besonders gefürchtet sind Blutvergiftungen, die durch die Bakterien verursacht werden und die in schweren Fällen sogar dazu führen können, dass betroffene Gliedmaßen wie Finger, Zehen, Arme oder Beine amputiert werden müssen. „Wir Kinder- und Jugendärzte können nun die besonders gefährdeten Säuglinge – aber auch Kinder und Jugendliche vor dieser schweren Erkrankung schützen. Die Meningokokken des Typs B sind hierzulande für den Großteil der Meningitis-Fälle verantwortlich. Bisher hatten wir leider keine Möglichkeit, diese gefährliche Infektion zu verhindern. Und gerade weil die Erkrankung so plötzlich verläuft und innerhalb von einem Tag zum Tod führen kann, sind wir sehr froh, dass wir Eltern und ihren Kindern jetzt diesen Impfschutz anbieten können“, erläutert Dr. Thomas Fischbach, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die Impfung kann bereits Säuglingen ab dem Alter von 2 Monaten verabreicht werden und muss im Abstand von vier Wochen zweimal wiederholt werden. Eine weitere Impfung im zweiten Lebensjahr komplettiert den Impfzyklus ...Zum vollständigen Artikel

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