Bedenkenhinweise des Auftragnehmers müssen klar verständlich und erschöpfend sein

In einer beachtenswerten Entscheidung vom 10.12.2012 hat das OLG Hamm die höchstrichterliche Rechtsprechung des BGH bestätigt, nach der Bedenkenhinweise des Unternehmers nur dann zu einer Begrenzung der verschuldensunabhängigen Haftung für die Mängelfreiheit seines Werkes führen, wenn diese für den Auftraggeber in Bezug auf die Folgen ausreichend klar formuliert sind.

Im konkreten Fall hatte der mit der Durchführung von Pflaster- und Entwässerungsarbeiten beauftragte Unternehmer Bedenken in Bezug auf die Planung des Architekten formuliert, weil diese eine Sonderbauweise mit zahlreichen ungewöhnlichen Details vorsah. Der Hinweis des Unternehmers beschränkte sich auf die nicht bekannte Sonderbauweise und darauf, dass er es für ungünstig halte, wenn Wasser in den Aufbau gelange.

Das OLG Hamm wies zutreffend zunächst darauf hin, dass grundsätzlich auch ein mündlicher Hinweis ausreichen könne ...

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