Werden künftig noch Reisekosten vergütet? Verpflegungsmehraufwendungen – welchen Spielraum hat der Arbeitgeber? (Teil 3)

(c) Martin Beckmann

Wer auswärts arbeitet, muss mehr Geld für seine Verpflegung aufwenden. Der Arbeitgeber kann ihm dafür steuerfrei Pauschalersatz zahlen, und zwar in bisher drei Stufen. Das ändert sich: Künftig gibt es für Verpflegungsmehraufwendungen nur noch zwei Pauschbeträge. Der bisher niedrigste Pauschbetrag von 6 Euro für Abwesenheitszeiten von mindestens 8 Stunden bis maximal 14 Stunden entfällt vollständig.

Folgende Pauschalen können nach § 9 Abs. 4a EStG n.F. künftig steuerfrei gezahlt werden:

bei eintägigen Auswärtstätigkeiten von mehr als 8 Stunden: 12 Euro An- und Abreisetag bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten unabhängig von der Dauer der Abwesenheit: 12 Euro bei Auswärtstätigkeiten, die nicht An- und Abreisetag sind, von mehr als 24 Stunden: 24 Euro

Beispiel: Arbeitnehmer E (Ernst) tritt am ersten Tag seine Inlandsreise um 16 Uhr an und kehrt am übernächsten Tag um 18 Uhr zurück. Steuerfrei ersetzt werden können:

am ersten Tag (Anreisetag) 12 Euro am zweiten Tag 24 Euro (sog. Zwischentag) am letzten Tag (Abreisetag) 12 Euro

Der Abzug der Verpflegungspauschalen ist auf die ersten drei Monate einer längerfristigen beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte beschränkt ...

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