„Er wollte doch nur spielen“

Das Landgericht Coburg hat am 21. November 2012 entschieden (Az.: 13 O 341/12), dass ein Kunde, der in einem Laden von einem freundlichen Hund bedrängt wird und deswegen zu Schaden kommt, einen Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld hat.

Eine Frau und spätere Klägerin hatte den Laden der Beklagten betreten, als sie kurz darauf von deren frei in dem Geschäft herumlaufenden Dalmatiner begrüßt wurde. Da die Frau Angst vor Hunden hatte und fürchtete, gebissen zu werden, versuchte sie das Tier mithilfe eines von ihr mitgeführten Kleidersacks abzuwehren. Dabei stürzte sie und zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu.

Die Hundehalterin hielt die Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Forderungen der Verletzten für unbegründet. Ihr Dalmatiner habe die Kundin lediglich kurz begrüßen wollen. Diese habe jedoch überreagiert und sei letztlich aus Ungeschicklichkeit über ihren Kleidersack gestolpert.

Der Streit wurde vor Gericht ausgetragen, wo der Klage der Verletzten stattgegeben wurde.

Dabei war die Zeugenaussage einer Kundin mitentscheidend, da diese erklärt hatte, dass der Klägerin bereits die Begrüßung durch den Hund sichtlich unangenehm gewesen sei. Sie habe mehrfach versucht, den Kleidersack zwischen sich und den Hund zu bringen, um diesen von sich fernzuhalten ...

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