Her damit! Über den anderen Geschenke-Frust zu Weihnachten

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung erlaubt es, Gewissensfragen zu stellen, die dann durch Dr. Dr. Rainer Erlinger beantwortet werden. So manche arbeitsrechtliche Streitigkeit ließe sich womöglich vermeiden, wenn die Beteiligten (jeweils) vorab den Service kontaktieren würden. Das Arbeitsgericht Köln entschied schon weit vor dem Gabenfest über Weihnachtsgeschenke des Arbeitgebers (Urteil vom 18.10.2013, Az. 3 Ca 1819/13):

Der Arbeitgeber, eine Handelsunternehmen, hatte seinen Mitarbeitern zu Weihnachten 2012 einen Tablet-Computer geschenkt, und zwar ein iPad mini, wenn sie auf der Weihnachtsfeier anwesend waren. Der Arbeitgeber hatte diese Geschenkeaktion nicht angekündigt, wollte damit aber die Teilnehmerzahl an Betriebsfeiern steigern.

Man kann sich nun fragen, ob verschenkte Tablet-Computer das geeignete Lockmittel für Weihnachtsfeiern sind. Man kann sich natürlich auch fragen, ob betriebliche Weihnachtsfeiern ohnehin überholt sind, ob es dort generell das falsche Essen oder die falsche Musik gibt, und ob nun ein Produkt von Apple oder doch von Samsung die erste Wahl ist. Erst Recht muss man sich aber fragen, ob sich der ein oder andere Mitarbeiter nicht auch die Gewissensfrage stellen sollte. Denn das Arbeitsgericht hatte über die Klage eines Mitarbeiters zu entscheiden, der am Tag der Feier krank war, aber dennoch auf das iPad nicht verzichten wollte. Möglicherweise hatte er noch kein Tablet, was kaum zu glauben wäre ...

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