Ein untypischer Fall exhibitionistischer Handlungen führt zur Verfahrenseinstellung

Immerhin zwei Verhandlungstage benötigte ein rheinisches Amtsgericht, bevor das Verfahren gegen meinen Mandanten, dem exhibitionistische Handlungen am Arbeitsplatz vorgeworfen wurden, gemäß § 153 StPO eingestellt wurde. Unstreitig hatte sich der in der im öffentlichen Dienst tätige Angeklagte mit einer 19-jährigen Praktikantin während der Dienstzeiten auf die Herrentoilette begeben, wo es möglicherweise zu sexuellen Handlungen kommen sollte. Er habe dort zu ihrer Überraschung und gegen ihren Willen die Hose runtergelassen und sein erigiertes Glied gezeigt, hatte die Praktikantin behauptet, was der Angeklagte bestritten hat. Soweit sei es gar nicht gekommen, hatte er eingewandt, weil die junge Frau, die ihm zuvor gesagt habe, sie wolle einmal einen beschnittenen Penis sehen, unerwartet einen Rückzieher gemacht hätte, den er natürlich sofort akzeptiert hätte.

Weil er die Praktikantin danach noch auf den Hals geküsst haben soll, hatte die Staatsanwaltschaft zunächst auch noch sexuelle Nötigung angeklagt, was vom Schöffengericht auf meine Einwendungen hin allerdings verworfen worden war. Deshalb war der Verfahren lediglich wegen des vermeintlichen Exhibitionismus vor dem Einzelrichter eröffnet worden.

Die 19-jährige hatte vor Gericht als Zeugin eingeräumt, dass sie mit dem Angeklagten recht intensiv über sexuelle Themen gesprochen hätte. Es treffe zu, dass sie diesem unter anderen über die sexuelle Zurückhaltung ihres damaligen Freundes berichtet habe und dass sie ihm auch einen drastischen Sexunfall der Freundin einer Freundin erzählt habe ...

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