OLG Nürnberg entscheidet über die Klagen einzelner Anleger im Rechtsstreit um Unternehmensanleihe der Solar Millennium AG

(LEXEGESE) - In einem Berufungsverfahren vor dem OLG Nürnberg wies das Gericht mit Urteil vom 20. November 2013 (Az. 6 U 644/13) die Schadensersatzklage mehrerer Anleger, die im Jahr 2009 eine Unternehmensanleihe der Solar Millennium AG gezeichnet hatten, als unbegründet ab. Die Kläger hatten gerügt, im damaligen Emissionsprospekt nicht genügend über die Risiken aufgeklärt worden zu sein. Hierfür machten sie die vier Beklagten verantwortlich, die seinerzeit in führender Position im Konzern tätig waren. I. Sachverhalt In erster Instanz hatte eine Zivilkammer des LG Nürnberg-Fürth am 28. Februar 2013 zwei ehemalige Vorstandsmitglieder und ein noch amtierendes Vorstandsmitglied der Solar Millennium AG zu Schadensersatzzahlungen in einer Gesamthöhe von 53.000 � verurteilt. Die acht Kläger hatten Mitte 2009 in unterschiedlicher Höhe Inhaberschuldverschreibungen des Unternehmens gezeichnet. Anfang 2012 wurde über das Vermögen der Solar Millennium AG das Insolvenzverfahren eröffnet. Nach Meinung des Landgerichts war der umfangreiche Emissionsprospekt, auf dessen Grundlage die Anleger die Anleihe gezeichnet hatten, fehlerhaft und hatte ein allzu positives Bild von der wirtschaftlichen Lage des Konzerns gezeichnet. Insbesondere habe er die Risiken der Anleihe nicht mit der ge-botenen Klarheit deutlich gemacht. Die Klage gegen den vierten Beklagten, ein früheres stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied, hatte das Landgericht hingegen abgewiesen. Gegen das Urteil legten die jeweils unterlegenen Parteien Berufung ein. II ...Zum vollständigen Artikel

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