Arbeitsverhältnis kann nicht ohne weiteres wegen eines nicht anerkannten Doktortitels beendet werden

Nicht nur der Entzug des Doktortitels auch die problematische Erlangung eines solchen kann Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis haben. Ein interessanter Fall wurde vor kurzem (25.11.2013) vor dem LAG Düsseldorf (2 Sa 950/13) in zweiter Instanz verhandelt und beendet. Die Parteien stritten über die Wirksamkeit einer außerordentlichen und fristlosen Kündigung sowie der Anfechtung des Arbeitsvertrages. Der Kläger war bei der Beklagten, einem Maschinenbauunternehmen, seit dem 1.7.2008 als „Leitern Steuer“ beschäftigt. Im Jahre 2005 erwarb er an einer privaten Universität in den USA den Doktortitel, den er seither führte. Aufgrund einer anonymen Anzeige untersagte ihm das zuständige Landesministerium die weitere Führung des Titels mit der Begründung, dass eine Gestattung zur Führung des Titels nicht vorliege und auch nicht erteilt werden könne. Die Beklagte kündigte das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 4.3.2013 außerordentlich und fristlos. Mit Schreiben vom 5.4.2013 erklärte die Beklagte zusätzlich die Anfechtung des Arbeitsvertrags. Das ArbG Düsseldorf stellte mit Urteil vom 24.5.2013 fest, dass das Arbeitsverhältnis weder durch die Kündigung noch durch die Anfechtung aufgelöst worden sei ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK