Amtshaftung bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen adoptierten Kindes? {Fetales Alkoholsyndrom}

Können Adoptiveltern Amtshaftungsansprüche geltend machen, die einen infolge eines Alkoholmissbrauchs der leiblichen Mutter behinderten Säugling adoptierten, wenn sie nach ihrer Darstellung vom zuständigen Jugendamt über den Alkoholmissbrauch und dessen Folgen nicht aufgeklärt wurden?

Der 11. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat diese Frage in der Berufungsinstanz kürzlich entschieden. Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde:

Die klagenden Eheleute aus Soest adoptierten Anfang 1990 ein 9 Wochen altes Mädchen und wurden insoweit vom Jugendamt der beklagten Stadt beraten.

Nachdem bei dem adoptierten Mädchen in den ersten Jahren Entwicklungsrückstände und auditive Wahrnehmungsstörungen auftraten, wurde bei dem Kind Ende 2007 ein durch Alkoholmissbrauch der leiblichen Mutter während der Schwangerschaft verursachtes Fetales Alkoholsyndrom diagnostiziert.

Anfang des Jahres 2008 stellte das zuständige Versorgungsamt einen 70%igen Grad der Behinderung fest. Die Eltern wurden zu Betreuern ihrer nicht geschäftsfähigen, mittlerweile erwachsenen Tochter bestellt ...

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