Rigueur, discipline, exigence! – Radikal wie gotische Architektur

Es gibt Interviews, bei denen ich (die ich Astronomie das ganze Jahr und nirgendwo mehr als hier im Blauen Land faszinierend wie ein Kind Weihnachten finde, aber an Astrologie kein bisschen Glauben verschwende) unwillkürlich schmunzeln und aufpassen muss, dass mir beim Lesen mancher Sätze nicht rausrutscht, für welches Sternzeichen ich Ducasse halte. Und nicht nachzulesen, ob ich Recht habe. — Touché, Sie kennen mich, ich habe nachgesehen. Und lag richtig. Dass ich dieses eine spezielle Sternzeichen so scheinbar sicher aus Menschen herauszufischen vermag, hat schon zu Studentenzeiten die Freunde amüsiert. Da war es mir bei einem der Profs herausgerutscht, der später Richter am Bundesverfassungsgericht werden sollte. Ab da testeten mich meine Kommilitonen………und ich irrte nie. Ich weigere mich dennoch, es irgendwelchen astrologisch erklärlichen Eigenschaften eines Menschen zuzugestehen. Eher noch gestehe ich es einfach einer Intuition zu. Und erkläre es mir einfach so, dass ich bei bestimmten Prägungen, Naturellen, Einstellungen zu Arbeit, Fachlichkeit und Ansichten und Professionalität eben grad die Exemplare des Sternzeichens besonders wahrnehme. Und die anderen leichter übersehe. Weil mir mangelnde Professionalität, zu wenig Anspruch an sich selbst, Laschheit und zu wenig Engangement für das was man als Beruf und als Tätigkeit macht, einfach uninteressant sind und die anderen, die mit Ecken, Kanten, Hürden, Brüchen, Umbrüchen, diejenigen, die wissen, was sie wollen, sich mit anderem nicht zufrieden geben und dafür manches in Kauf nehmen, um dem eigenen Anspruch (den sie selbst sehr und sich selbst dafür weniger wichtig nehmen) und Ziel näher zu kommen, die interessanten Facetten bilden und bieten ...

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