Brustkrebserkrankung nicht zu spät erkannt – Schadensersatzklage gegen Frauenarzt abgewiesen.

Mit Urteil vom 17.09.2013 – 26 U 88/12 – hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm die Schadensersatzklage gegen einen Frauenarzt abgewiesen, der nach der Behauptung der klagenden Patientin ihre Brustkrebserkrankung in Kenntnis der familiären Vorbelastung zu spät erkannt und behandelt haben soll.

In dem diesem Urteil zugrunde liegenden Fall befand sich die klagende Patientin seit 2006 in der Krebsvorsorgebehandlung des beklagten Frauenarztes. Bei zwei im Jahre 2007 durchgeführten Untersuchungsterminen - bei einem erhob der Beklagte auf Wunsch der Klägerin neben einem Tast- auch einen Sonografiebefund - stellte der Beklagte keine Auffälligkeiten fest. Bei einem Folgetermin im Frühjahr 2008 wies die Klägerin den Beklagten auf eine tastbare auffällige Brustverhärtung hin, deren weitere Untersuchung zur Diagnose eines größeren Mammakarzinoms mit Lymphknotenmetastasen führte. Das Karzinom und die Metastasen mussten operativ entfernt werden, wobei die Klägerin eine Brust verlor. Sie musste sich einer vorbereitenden Chemotherapie und postoperativen Bestrahlungen unterziehen.

Das Schadenersatzbegehren der Klägerin blieb erfolglos, weil der 26. Zivilsenat des OLG Hamm nach einem eingeholten medizinischen Sachverständigengutachten keine fehlerhafte Behandlung der Klägerin durch den Beklagten feststellen konnte.

Danach sei eine fehlerhafte Beurteilung der bei den Untersuchungen aus dem Jahre 2007 erhobenen Befunde nicht nachweisbar ...

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