Beschlussanfechtung durch Gesellschafter

Dr. Michael Walbert

Note: There is a rating embedded within this post, please visit this post to rate it. Teil IV „Shareholder Litigation“ – Trend zur streitbaren Gesellschaft

In wirtschaftlich turbulenten Zeiten können verschiedene Interessen von Gesellschaftern bei der Beschlussfassung erhebliches Konfliktpotential in sich bergen.

Je größer die Anzahl der Gesellschafter, desto eher werden sich Gegenstimmen oder Wi-dersprüche zur Mehrheitsmeinung oder zu den Ansichten der Geschäftsführungsorgane bilden. Besonders konfliktträchtige Situationen ergeben sich, wenn Beschlüsse direkte fi-nanzielle Auswirkungen auf die Gesellschafter haben oder den Grund- bzw. Fortbestand der Gesellschaft betreffen. Überstimmte oder vermeintlich übervorteilte Gesellschafter versuchen dann häufig, ihren Interessen wiedersprechende Beschlüsse nachträglich zu Fall zu bringen.

USA Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise ist in den USA die Anzahl von Aktionärsklagen, die auf die gerichtliche Untersagung von Unternehmensfusionen oder die Überprüfung der zugrunde liegenden Transaktionsbedingungen abzielen, dramatisch angestiegen. Nach ei-ner Studie von Cornerstone Research rufen Aktionäre in den USA in über 90% aller Transaktionen mit einem Transaktionswert von über USD 1 Mrd die Gerichte an. M&A-Deals in dieser Größenordnung ziehen der Studie zufolge im Durchschnitt 6 Gerichtsver-fahren nach sich. Die Aktionärsklagen stützen sich häufig auf den Vorwurf, dass den Ak-tionären Transaktionsgewinne vorenthalten worden seien, indem das Unternehmen unter Wert übertragen und ein zu eingeschränkter Bieterkreis geladen worden sei oder den Ak-tionären sogar Informationen über die Transaktion verschwiegen worden seien. In mehr als der Hälfte der Verfahren kommt es zu einem Vergleich, der die Offenlegung weiterer Informationen über die Transaktion vorsieht ...

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