Zwei Jahre Schlichtungsstelle Energie: Erfolgreich, aber teuer

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Am 1. 11.2013 hat die Schlichtungsstelle Energie e.V. mit Sitz in Berlin ihr zweijähriges Bestehen gefeiert. Aus diesem Anlass hat sie neue Zahlen und Fakten veröffentlicht – und die zeichnen, wie es sich für einen Jubilar gehört, ein sehr erfreuliches Bild: Unter Verbrauchern ist sie offenbar außerordentlich beliebt, was sich in einer Fülle an Beschwerdeanträgen niederschlägt. Die Vereinsmitgliederzahl ist inzwischen auf ca. 95 angestiegen, darunter zahlreiche Stadtwerke.

In zwei Jahren Tätigkeit sind über 24.000 Anträge auf Schlichtung – davon 10.000 in 2013 – bei der Schlichtungsstelle eingegangen. Verbraucher können sich, nach einer erfolglosen Beschwerde bei ihrem Lieferanten, Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber, kostenlos an die Schlichtungsstelle wenden. Die thematischen Schwerpunkte bilden dabei Abrechnungsprobleme (47 Prozent), Vertragsstreitigkeiten (37 Prozent) und Lieferantenwechsel (9 Prozent). Aus den bearbeiteten Anträgen ergibt sich eine Einigungsquote von ca. 80 Prozent, wobei ca. 65 Prozent sehr zügig vor bzw. nach Bejahung der Zulässigkeit durch einen Vergleich der „Parteien“ endeten.

Pünktlich zum Geburtstag wird auch Dr. Dieter Wolst, ehemaliger BGH-Richter, als Ombudsperson von Jürgen Kipp, ehemaliger Präsident des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg, abgelöst. Neben ihm arbeiten mittlerweile sieben Juristen und neun Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte bzw. Assistenten daran, den Beschwerdeansturm zu bewältigen.

Neu ist außerdem die zum 1.7.2013 geänderte Verfahrens- und Kostenordnung der Schlichtungsstelle. Im Ergebnis ist das Verfahren für die Energieversorgungsunternehmen dadurch aber teurer ...

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