Unglaublich: Nach viereinhalb Jahre Wartezeit fehlten die meisten Zeugen – Tötungsverfahren auf Mallorca wurde vertagt

Sonnenuntergang am 22.11.2013, Portixol

Da bin ich am Donnerstag extra auf die Insel gereist, um einem jungen Deutschen beizustehen, gegen den wegen Körperverletzung mit Todesfolge der Prozess gemacht wird. Das Verfahren ist reichlich skurril, ich habe im strafblog schon mehrfach darüber berichtet. Zuletzt hatte ich noch geunkt, dass es mich nicht wundern würde, wenn es zu weiteren Verzögerungen kommen würde. Als wenn ich es gewusst hätte….

Schon vor Beginn der Hauptverhandlung wurde mitgeteilt, dass ein wichtiger Tatzeuge nicht geladen werden konnte. Der Mann soll sich auf Ibiza aufhalten, aber man scheint keine allzu großen Anstrengungen unternommen zu haben, seiner habhaft zu werden. Der Arzt, der den Tod des Tatopfers festgestellt hat, war auch nicht zum Prozess gekommen, er hatte dem Gericht schon vor einiger Zeit mitgeteilt, dass er zu einem Kongress nach Barcelona muss. Und ein halbes Dutzend Polizeibeamte, die am Tatort anwesend oder ansonsten mit Ermittlungen betraut waren, fehlten auch. Ach ja, den Antrag der Verteidigung, bzgl ...

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