Medikamentenregress gegen den Arzt - Was tun?

Abwehr eines Regresses

Sobald dem Arzt der Bescheid der Prüfstelle über einen Regress wegen zu hoher Medikamententenverordnungen vorliegt, sollte dieser Akteneinsicht beantragen. Dabei sollte er auch Einsicht in die printimages der Rezepte nehmen. Dabei können Datenfehler erkannt und eingewendet werden (z.B. Rezepte wurden dem falschen Arzt zugeordnet oder es wurde das falsche Arzneimittel erfasst etc.). Diese Datenfehler kommen häufig vor.

Um die Wirkung des Prüfbescheides zu bremsen, sollte der Arzt sogleich den Beschwerdeausschuss anrufen. Dies hat aufschiebende Wirkung, d.h. der Regressbescheid verliert seine Wirksamkeit bis zur Entscheidung des Beschwerdeausschusses.

Der Arzt sollte dann die Praxisbesonderheiten ermitteln. Eine solche Besonderheit liegt immer dann vor, wenn der Arzt ein besonders von seiner Fachgruppe abweichendes Patientengut hat. Zu den Besonderheiten gehören insbesondere:

hohe Morbidität der Patienten (hohes Alter der Patienten, multimorbide Patienten, HIV-Patienten etc.) ungewöhnliche Krankheiten hoher Anteil besonders kostenintensiver aber anerkannter Erkrankungen wie z.B. Diabetes erhöhter Behandlungsbedarf einer neu gegründeten Praxis in den ersten Quartalen Praxis arbeitet im Schwerpunkt schmerztherapeutisch oder onkologisch

Die Ermittlung ist zeitaufwändig. Die Patientendaten müssen analysiert und aufbereitet werden. Der Arzt kann so der KV Einblick in die Struktur seiner Patienten geben, die die KV auf Grund der ihr vorliegenden Daten nicht hat ...

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