Lungenkrebs als Berufskrankheit – nicht für Raucher

Hat ein an Lungenkrebs Verstorbener sehr viel geraucht, kann nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass eine berufliche Schadstoffeinwirkung wesentliche (Teil-)Ursache für die Krebserkrankung gewesen ist.

Mit dieser Begründung hat das Hessische Landessozialgericht in dem hier vorliegenden Fall eines an Lungenkrebs verstorbenen Schlossers die Anerkennung als Berufskrankheit abgelehnt, weil er ein starker Raucher gewesen ist. Während seiner dreißigjährigen Berufstätigkeit hat der im Alter von 60 Jahren verstorbene Schlosser zu einem Drittel seiner Arbeitszeit als Schweißer gearbeitet. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung einer Berufskrankheit mit der Begründung ab, dass die Krebserkrankung wesentlich durch den 30-jährigen Nikotinkonsum des Verstorbenen und nicht durch dessen berufliche Schadstoffexposition (insbesondere Chrom, Nickel und Thorium) verursacht worden sei. Hiergegen erhob die in Marburg lebende Witwe Klage. Nachdem in der ersten Instanz die Ablehnung der Berufgenossenschaft bestätigt worden ist, verfolgt die Klägerin ihr Ziel vor dem Hessischen Landessozialgericht weiter ...

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