9C_337/2013: Beginn des Versicherungsschutzes der beruflichen Vorsorge bei Invalidität (Art. 23 lit. a BVG; amtl. Publ.)

Die Beschwerdeführerin war seit 1991 als Leiterin der Geschäftsstelle einer Aktiengesellschaft tätig. Diese schloss mit ihr im Januar 2006 eine Vereinbarung ab, wonach das Arbeitsverhältnis zufolge Schliessung der Geschäftsstelle per Ende April 2006 beendet wurde. Die Arbeitnehmerin erhielt im Gegenzug eine "Sonderprämie" in der Höhe von sechs Monatsgehältern. Am 8. August 2006 stellte die Beschwerdeführerin Antrag auf Arbeitslosenentschädigung und wurde vom RAV am 14. August 2006 zu einem Beratungsgespräch auf den 2. Oktober 2006 eingeladen. Die Rahmenfrist wurde vom 1. November 2006 bis zum 31. Oktober 2008 festgelegt. Am 26. September 2006 erlitt die Beschwerdeführerin eine Aneurysma-Ruptur mit Hirnblutung und war in der Folge zu 100 % arbeitsunfähig. Die Arbeitslosenkasse richtete für den Monat November 2006 zum ersten Mal Taggelder aus. Mit Verfügung vom 2. Oktober 2008 sprach ihr die IV-Stelle Basel-Landschaft erstmals eine IV-Rente mit Wirkung ab 1. September 2007 zu. Am 24. Mai 2012 klagte die Beschwerdeführerin gegen die Stiftung Auffangeinrichtung BVG und verlangte eine IV-Rente ab 1. September 2007 aus beruflicher Vorsorge. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies die Klage indessen ab, worauf die Beschwerdeführerin ans Bundesgericht gelangte. Dieses hiess ihre Beschwerde und Klage gut und stellte fest, dass der Beschwerdeführerin ab 1. September 2007 Anspruch auf die reglementarischen Leistungen aus der beruflichen Vorsorge zusteht. Streitig war die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Versicherungsschutz der beruflichen Vorsorge entstand. Anspruch auf Invalidenleistungen haben Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren (Art. 23 lit. a BVG; BGer. 9C_337/2013 vom 12. November 2013, E. 2.1) ...Zum vollständigen Artikel

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