Mehr Schutz für das Webdesign

Web-Designer haben oftmals mit dem Problem zu kämpfen, dass ihre Werke kopiert werden und sich dann die Frage stellt, ob sie dagegen rechtlich vorgehen können. Ansatzpunkte sind zum einen das Urheberrecht, zum anderen das Geschmacksmusterrecht. In Bezug auf das Urheberrecht gibt es ältere OLG-Entscheidungen, die dem Web-Design die erforderliche Schöpfungshöhe absprechen, soweit sie sich nicht von der handwerklichen Durchschnittsleistung deutlich abheben. Das war in den meisten Fällen nur schwer nachweisbar. Nun gibt es zwar einen Schwenk in der BGH-Rechtsprechung, wonach Gegenstände der angewandten Kunst nicht mehr über eine besonders große Schöpfungshöhe verfügen müssen. Ob dies aber auf Web-Design-Produkte übertragen werden kann, erscheint fragwürdig und ist natürlich mit Unsicherheiten verbunden. Der zweite Ansatzpunkt ist das Geschmacksmusterrecht. Nun ist es häufig so, dass Webdesigner sich ein entsprechendes Design nicht jeweils einzeln über eine Geschmacksmustereintragung schützen lassen. Hilfe könnte hier aber das sogenannte nicht eingetragene Gemeinschaftsgeschmacksmuster leisten. Für den Rechtslaien mag es erstaunlich sein, aber dieses Rechtsinstitut bewirkt tatsächlich einen Schutz, ohne dass man dazu irgendetwas formell anmelden muss. Es existiert einfach automatisch, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen ...Zum vollständigen Artikel


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