Erschwerter Nachweis einer Berufskrankheit für Raucher

Langjährige Raucher können eine Lungenkrebserkrankung faktisch nicht als Berufskrankheit anerkennen lassen. Dies geht aus einem am Mittwoch, 20.11.2013, veröffentlichten Urteil des Hessischen Landessozialgerichts (LSG) hervor (AZ: L 9 U 30/12 ZVW). Die Darmstädter Richter wiesen damit die Klage einer Witwe aus Marburg ab, die auf Hinterbliebenenleistungen von der Berufsgenossenschaft hoffte.

Die Witwe hatte beantragt, die Lungenkrebserkrankung ihres verstorbenen Mannes, einem Schlosser, als Berufskrankheit anzuerkennen. Ihr Mann sei während seiner Berufsausübung als Schlosser und Schweißer Chrom, Nickel und ionisierende Strahlung ausgesetzt gewesen. Es sei bekannt, dass die Schadstoffe Lungenkrebs hervorrufen können.

Doch das LSG lehnte die Anerkennung als Berufskrankheit und damit die Aussicht auf eine Hinterbliebenenversorgung ab. Der im Alter von 60 Jahren verstorbene Schlosser habe 30 Jahre lang täglich bis zu 20 Zigaretten geraucht ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK