Die Vermarktung des Esels Joschi – und das Arbeitsrecht

Der Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers, der für eine Produktvermarktung wahrheitswidrig Kontakte u.a. zu Verlagen vorspiegelt, kann wegen arglistiger Täuschung angefochten werden.

Mit dieser Begründung hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein in dem hier vorliegenden Fall den Arbeitsvertrag eines Vertriebsmanagers für die Vermarktung des erfundenen Esels Joschi für unwirksam erklärt. Gleichzeitig ist eine entgegenstehende Entscheidung des Arbeitsgerichts Neumünster vom Januar 2013 aufgehoben worden.

Der Kläger nahm Kontakt zu einem Ehepaar auf, das vor nahezu 20 Jahren einen immensen Lottogewinn gemacht hat. Jetzt schreibt die Ehefrau Kinderbücher über einen Esel Joschi. Es kam zwischen den Parteien im September 2011 zur Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages. Danach wurde der Kläger als “Vertriebsmanager” zum 15. September 2011 ohne Probezeit für zunächst zwei Jahre fest eingestellt zu einem Monatsgehalt von 20.000,00 Euro bei 13 Monatsgehältern und einer Gewinnbeteiligung am Projekt Joschi. Der Vertrag sollte sich um zwei Jahre verlängern, sofern er nicht zuvor mit einer halbjährigen Frist gekündigt wird und war vor Dienstantritt unkündbar ...

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