Die neuen Domains und deren Vergabe

Dr. Egon Engin-Deniz ist Partner bei CMS in Wien, leitet die Abteilung Gewerblichen Rechtsschutz und Medien und ist Head der Pan-European CMS IP Group.

Kein Unternehmen, gleich welcher Größe, kann heute dauerhaft ohne eine Internetdomain – der Adresse im virtuellen Raum – im world wide web, existieren

Zugleich wird die Angebotsvielfalt neuer Domains ab 2014 noch wesentlich größer und KMUs müssen ebenso wie Großunternehmen ihre Domainstrategie evaluieren. Bekannt sind bislang schon die „Country Top Level Domains“ wie zB .at, .de und .eu (cTLDs) sowie Domains, die auf generische Endungen wie .com, .biz, .org (gTLDs) lauten. Weil ICANN, die in den USA ansässige gemeinnützige Organisation und Verwalterin des Internets, die bisherige Artenvielfalt als nicht ausreichend ansah, wurde ein neues, weiteres Domainregistrierungssystem ins Leben gerufen, das „new generic Top Level Domains“ (new gTLDs) genannt wird.

Notwendigkeit Besonders aus der Sicht der KMU ist dies eine berechtigte Frage. Grundsätzlich steht nämlich bereits jetzt ein ausreichendes System der Domainvergabe zur Verfügung, mit welchem man sowohl die Art seiner Dienstleistung, als auch seine Marke oder sonstige Firmenkennzeichen in eine Domain integrieren kann (z.B. „daimler.com“, „erstebank.at“). Für Unternehmen, die schon in ihrer Internetadresse nach dem ihr gehörigen Markenportfolio differenzieren möchte, macht das neue System aber durchaus Sinn. So ist es etwa möglich, bei der ICANN eine eigene Domainregistrierungsstelle zu eröffnen und gleich einer nationalen Registrierungsstelle Domains auf Basis seiner eigenen Dachmarke zu vergeben, z.B. „KitKat. Nestle“. .

Gefahren Wer sich allerdings mit seinen bisherigen Domains im Netz ausreichend repräsentiert fühlt, für den stellt das neue System allerdings zugleich eine enorme Gefahr der Marken- und Domainpiraterie dar ...

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