Die nackte Wahrheit – Larry Flynts Beinahe-Mörder wurde jetzt nach 35 Jahren mit der Giftspritze hingerichtet

Larry Flynt, Foto: Glenn Francis

Der Erotik-Produzent und Hustler-Herausgeber Larry Flynt ist ein eigentümlicher Mann, über den schon viel geschrieben wurde. Der Porno-Freund, der 1978 einem Attentat zum Opfer fiel und seitdem im Rollstuhl sitzt, ist schon häufig mit der US-Justiz angeeckt. Einiges davon ist in der Hollywood-Verfilmung “Larry Flynt – Die nackte Wahrheit” aus dem Jahr 1996 mit dem brillianten Woody Harrelson in der Hauptrolle zu sehen.

Jetzt hat Flynt einen ganz besonderen Kampf gegen die Justiz verloren. Sein Attentäter, der 63-jährige Joseph Paul Franklin, ist jetzt nämlich in Bonne Terre im US-Bundesstaat Missouri gegen Flynts ausdrücklichen Protest mit der Giftspritze hingerichtet worden. Der Mann soll zwischen 1978 und 1980 zahlreiche Mordanschläge verübt und immerhin 22 Menschen getötet haben. Mehr als 30 Jahre hat er dafür in der Todeszelle gesessen. Ein Rassist war er wohl, mit seinen Taten habe er einen “Rassenkrieg” anzetteln wollen, schreibt spiegel-online.

Larry Flynt hatte sich schon seit Jahren, zuletzt noch einmal ganz intensiv, gegen die Hinrichtung des Mannes gewandt, der für ihn Schicksal gespielt hat. Er sei prinzipiell gegen die Todesstrafe, hatte er eingewandt, diese schrecke nicht ab, sei zu teuer und außerdem dürfe der Staat, der Mörder verfolgt, nicht selbst zum Mörder werden. Recht hat der Mann, finde ich, meine Ablehnung der Todesstrafe habe ich im strafblog schon häufig dokumentiert.

Den guten Larry treiben aber nicht nur humanitäre Gedanken an ...

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