Rumpelstilzchen-Wutausbruch sichert Entgeltfortzahlungsanspruch

Haben Sie sich bei der Arbeit schon einmal so sehr über eine Anweisung geärgert, dass Sie mit voller Wucht auf etwas eingeschlagen und sich die Hand gebrochen haben? Darf so etwas passieren? Natürlich nicht! So lange es nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich geschieht, gibt es jedoch zumindest Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. So entschieden jetzt sowohl das Arbeitsgericht Offenbach als auch das Hessische Landesarbeitsgericht.

Ein in einem Baumarkt als Warenauffüller Beschäftigter wollte sich vor Regen schützen und montierte Anfang August 2012 an seinen Gabelstapler provisorisch eine Plexiglasscheibe. Hiermit war der Sicherheitsbeauftragte des Betriebs nicht einverstanden und wies ihn an, diese wieder zu entfernen. Lustig fand der regenscheue Tüftler das nicht. Vielmehr geriet er derartig in Rage, dass er dreimal mit seiner Faust auf ein in Reichweite stehendes Verkaufsschild schlug, das auf einer Holzstrebe montiert war. Wer das Märchen kennt, denkt vielleicht auch gerade an ein tobendes Rumpelstilzchen, dessen Name soeben erraten wurde.

Ergebnis des Wutausbruchs: Die Hand war gebrochen, der Arbeitnehmer sechs Wochen krankgeschrieben.

Hierüber war wiederum der Arbeitgeber nicht erfreut und weigerte sich, Entgeltfortzahlung zu leisten. Gem. § 3 Abs ...

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