Mediale Logik?

Ein Mann aus Kalifornien hat medialen Berichten zufolge auf Google Maps eine Aufnahme seines toten Sohnes entdeckt, nachdem ihn ein lokaler Sender ihn darauf aufmerksam gemacht habe. Der Teenager wurde vor vier Jahren ermordet. Das Satellitenbild zeige den Tatort und seine Leiche, den 14-Jährigen, bekleidet mit einem hellen Oberteil, der auf dem kahlen, braunen Erdboden neben Bahngleisen liege, die Arme leicht vom Körper gespreizt, das rechte Bein angewinkelt, den Oberkörper zur Seite gekrümmt. Menschen umringen den Tatort. In kurzer Entfernung parke ein Polizeiauto.

Ein bis heute unaufgeklärter Mordfall an einem damals 14jährigen.

Sie werden keinen Link zu einem der Medienberichte von mir dazu erhalten – MEINER Logik nämlich widerspräche es, das zu tun und damit den Blick anderer erneut darauf zu lenken.

Warum? Die Berichte dazu veröffentlichen selbst Kopien des fraglichen Bildes. Die einen sogar noch mit einem Pfeil auf die Stelle, damit man nur ja genau hinguggen kann, selbst wenn diese Kopien keine Nahaufnahme ermöglichen. Andere haben ein weisses Pixelfeld darüber gelegt oder die Stelle sonst verpixelt.

Egal bei welchen von ihnen genügten für mich zwei (!) Clicks, um dann zu der Google Maps Seite geleitet zu werden, auf der die Szene im Original unverändert zu sehen ist. Selbst ich kann das.

Erst recht jeder andere mindestens ebenso leicht und dort wieder und erneut eigene Screenprints fertigen, bis bei Google Maps das Bild wirklich entfernt ist. Von der Verbreitung der Medienberichte und dortigen Bilder zu tausenden ganz abgesehen. Wie soll, wie könnte technisch wie rechtlich ein Vater oder Angehöriger noch unterbinden können, was tausende dann nach wie vor weiterkopiert weiterverbreiten, was Google Maps selbst binnen gewisser Zeit entfernt haben wird ? Was Makulatur wird, wenn das Bild bis dahin endlos weiterverbreitet sein wird und werden wird ...

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