Die Kreuzfahrt mit geänderter Route

Ein Reisemangel kann vorliegen, wenn eine bestimmte Reiseroute nicht eingehalten wird. Allerdings wird bei einer Kreuzfahrt, in deren Routenbeschreibung die Angabe “Auf See” zu finden ist, dem Reisenden gerade nicht zugesichert, dass auf diesen als “Seetagen” bezeichneten Tagen besondere Sichten auf umliegendes Land möglich ist. Insoweit stellt die geänderte Resiseroute eine unwesentliche Modifikation dar.

Mit dieser Begründung hat das Amtsgericht München in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines Ehepaares abgewiesen, denen auf ihrer Kreuzfahrt die Umrundung der Inselgruppe Spitzbergen gefehlt hatte und die deshalb eine Minderung des Reisepreises geltend gemacht haben.

Das Ehepaar buchte für Anfang Juni 2012 eine 14-tägige Nordland-Kreuzfahrt zum Preis von 6998 Euro. In der Routenbeschreibung wurde angegeben, an welchem Tag welche Anlegestelle angelaufen wird und wann sich das Schiff auf See befindet. Es wurde in einer im Reiseprospekt enthaltenen Skizze eine Umrundung der Inselgruppe Spitzbergen zeichnerisch dargestellt. Die Reisenden legten bei der Buchung Wert auf eine Kabine auf der Backbordseite. Als die Reise dann durchgeführt wurde, umrundete das Kreuzfahrtschiff Spitzbergen jedoch nicht, sondern fuhr westlich vorbei bis zum Magdalenenfjord und auf der gleichen Route wieder zurück ...

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