Der “Dr.” im Personenstandsregister

Akademische Grade sind seit dem Inkrafttreten des reformierten Personenstandsgesetzes am 1. Januar 2009 nicht mehr in Personenstandsregistern (hier: Geburtenregister) einzutragen.

Nach § 21 Abs. 1 Nr. 4 PStG werden im Geburtenregister, soweit es die Eltern des Kindes betrifft, deren Vornamen und Familiennamen sowie auf Wunsch eines Elternteils seine rechtliche Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, beurkundet. Hieraus kann sich eine Eintragungsfähigkeit für akademische Grade der Eltern nicht ergeben, weil akademische Grade keine Bestandteile des Namens sind.

Unter der Geltung des bis zum 31.12.2008 gültigen Rechts waren auf Wunsch der Beteiligten akademische Grade in die Geburtenbücher und die aus ihnen erteilten Geburtsurkunden einzutragen.

Konkrete gesetzliche Vorschriften zur Eintragung von akademischen Graden in Geburtenregistern, Geburtenbüchern oder Geburtsurkunden enthielten auch die historischen Vorläufer des heutigen Personenstandsgesetzes nicht. Gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 5 des Gesetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung vom 06.02.1875 hatte die Eintragung des Geburtenfalles in das Geburtenregister “Vor- und Familiennamen, Religion, Stand oder Gewerbe und Wohnort der Eltern” zu enthalten. Nach dem Personenstandsgesetz vom 03.11.1937, welches mit seinen Novellierungen die Grundlage für den bis zum 31.12.2008 geltenden Rechtszustand bildete, waren in das Geburtenbuch “Vor- und Familiennamen der Eltern, ihr Beruf und Wohnort sowie ihr religiöses Bekenntnis” einzutragen (§ 21 Abs. 1 Nr. 5 PStG idF 1937); gleiches galt gemäß § 62 PStG idF 1937 auch für die Geburtsurkunde. Mit der Novellierung des Personenstandsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 08.08 ...

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