300 Verhandlungstage und kein Ende in Sicht

Ein wahrer Mammutprozess läuft bereits seit September 2009 vor dem Landgericht Kiel – und es ist kein Ende in Sicht. Angeklagt sind drei Betreiber von Call-Centern, denen vorgeworfen wird, mit einem über SMS funktionierenden „Flirt-Chat“ mehr als 700.000 Nutzer des Chats um etwa 46 Millionen Euro an SMS-Gebühren geschädigt zu haben. Die Anklage: gewerbsmäßiger Bandenbetrug, strafbar mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Das Geschäft wurde laut Anklage mit Franchise-Nehmern über ein Geflecht von 350 Briefkastenfirmen mit Hauptsitz in Flensburg aufgezogen. Statt mit realen Flirtpartnern chatteten die meist männlichen Kunden mit bezahlten Animateuren. Diese sollten den SMS-Flirtchat so lange wie möglich aufrechterhalten und die Kunden animieren, immer wieder eine 1,99 Euro teure SMS zu versenden. Die mehr als 50 in der Anklage genannten mutmaßlichen Opfer erhielten danach Handyrechnungen von bis zu 23.000 Euro, berichtet das „Handelsblatt“ ...

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