Der erbrechtliche Dauerbrenner: Nicht-verheiratet, keine Kinder und kein Testament

Nichts geregelt und jetzt das ! Neben der Trauer um den geliebten Lebenspartner kommt kurz nach dem Tod meist der nächste Schock: verstirbt der Partner einer nicht-ehelichen, kinderlosen Lebensgemeinschaft gibt es kein gesetzliches Erbrecht für den längerlebenden Lebenspartner. Um diesen abzusichern, muss rechtzeitig durch eine letztwillige Verfügung vorgesorgt werden, sonst erben die nächsten Verwandte (Eltern, Geschwister, etc.) und der überlebende Lebenspartner geht völlig leer aus. Er hat möglicherweise noch nicht einmal mehr das Recht, die im Eigentum des Verstorbenen stehende Immobilie weiter zu nutzen.

Im Gesetz gibt es kein Erbrecht für den überlebenden Partner, wenn der Bund der Ehe nicht geschlossen worden war. Dies bedeutet, dass nicht der überlebende Partner erbt, sondern die nächsten Verwandten des Verstorbenen, also seine Eltern, wenn diese vorverstorben sind die Geschwister bzw. Nichten und Neffen. In den seltensten Fällen ist diese Erbfolge gewünscht. Um eine abweichende erbrechtliche Regelung für den Fall des Todes zu treffen, müssen die nicht verheirateten Lebenspartner selbst aktiv werden.

Lösung: Einzel-Testamente oder gemeinsamer Erbvertrag

Es gibt die Möglichkeit, dass jeder der beiden ein Testament errichtet und dabei die nach ihm gewünschte Erbfolge geregelt. Allerdings ist dabei ganz dringend zu beachten, dass nichtverheiratete Lebenspartner kein gemeinschaftliches Testament errichten können. Dieses wäre formunwirksam. Jeder der beiden muss also für sich selbst ein Testament errichten.

Hieraus ergibt sich jedoch die Gefahr, dass jeder der beiden jederzeit sein Testament ändern kann, ohne dass der andere hiervon erfährt.

Eine Bindungswirkung tritt nur dann ein, wenn beide Lebenspartner sich in einem Erbvertrag binden ...

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