Vom Nadelstreifen- zum Strampelanzug – und zurück

Vielfach heißt es, dass Familie und die Tätigkeit in einer Großkanzlei vor allem für Associates kaum zu vereinbaren seien. Ich möchte im „Selbstversuch“ das Gegenteil beweisen. Während meiner bisherigen Babypause zeichnen sich bereits zwei wichtige Erfolgsfaktoren ab: große Unterstützung im beruflichen und im privaten Umfeld sowie die eigene positive Einstellung.

Vorher

Bis zu Beginn des Mutterschutzes habe ich an unserem Münchener Standort im Bereich Corporate / M&A gearbeitet – und zwar mit großer Freude. Ich fühle mich in meinem Beruf sehr wohl, einschließlich der wenig planbaren Arbeitszeiten und der ab und an bis in die Nacht dauernden Verhandlungen und Telefonkonferenzen. Aber: Würde diese Welt wirklich mit einem Familienleben kompatibel sein?

Die Vereinbarkeitsdebatte flammte erst kürzlich wieder auf, und auch ich wurde während der Schwangerschaft häufig skeptisch gefragt, wie ich das alles organisieren würde und ob ich denn tatsächlich wieder anfangen wolle zu arbeiten.

Für mich ist klar: Mama sein ist großartig, aber ich will auf jeden Fall zurück in meinen Job. Die Arbeit im Büro und der Austausch mit Kollegen fehlen mir und ich will im Januar in Vollzeit wieder einsteigen. In meiner beruflichen Welt der Nadelstreifenanzüge müssen wir oft kurzfristig große Projektteams mobilisieren und schnell verfügbar sein. Sollte sich nicht auch so ein langfristiges Vorhaben wie das „Projekt Strampelanzug“ organisieren lassen?

Bislang jedenfalls hat sich Schritt für Schritt alles regeln lassen. Schon während der späteren Schwangerschaft habe ich meine abendliche Präsenz etwas eingeschränkt und manchmal etwas von zu Hause erledigt, was ich sonst im Büro getan hätte. Mir ist nicht bewusst, dass Kollegen hierfür kein Verständnis gehabt hätten ...

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