Lottogewinner muss mit der Ex-Frau teilen

Der Fall ging durch die Medien: Nach sieben Jahren Trennung ließ ein Mann seiner Frau, mit der er 29 Jahre zusammengelebt hatte, den Scheidungsantrag per Gericht zustellen. Die Frau erfuhr daraufhin, dass ihr Mann zehn Wochen vorher im Lotto gewonnen hatte. Sechs Richtige hatten ihm 956.333,10 Euro beschert, beziehungsweise die Hälfte der Summe, denn er hatte den Schein zusammen mit seiner jetzigen Lebensgefährtin ausgefüllt.

Die Ex-Frau und Mutter der drei gemeinsamen Kinder ließ sich im Scheidungsverfahren von Manfred Szary, Fachanwalt für Familienrecht in Mönchengladbach, vertreten. Und er beriet sie auch im Bezug auf das Zugewinnausgleichsverfahren. Manfred Szary riet ihr, auf ihre Ansprüche auf die Hälfte des Lottogewinnanteils zu bestehen, immerhin 242.500 Euro. Eine offizielle Trennung per Scheidung habe es schließlich nicht gegeben zum Zeitpunkt des Gewinns. Demnach muss das während der Ehezeit hinzugewonnene Vermögen bei Scheidung auf beide Partner aufgeteilt werden.

Erfolge und Rückschläge

Fünf Jahre zog sich das Verfahren nun hin. In erster Instanz entschied das Amtsgericht zugunsten unserer Mandantin und sprach ihr die knappe Viertelmillion zu. Die Gegenseite ging in Beschwerde. Das Oberlandesgericht verpflichtete den Ehemann daraufhin zu einer Zahlung von 8.000 Euro und wies im Übrigen den Antrag unserer Mandantin zurück. Allerdings ließ das OLG auch die Revision beim Bundesgerichtshof zu.

Wir legten daher über einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt Rechtsbeschwerde gegen die Entscheidung des OLG ein. Um 16. Oktober 2013 entschied der BGH für uns (XII ZB 277/12). Unsere Mandantin kann nun also gegen den geschiedenen Ehemann 242.500 Euro beanspruchen ...

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