Und so hebt ein Verteidiger (fast) jedes Strafurteil auf: ein Anruf beim Vorsitzenden.

Das BVerfG und der BGH haben in diesem Jahr dafür gesorgt, dass ein geschickter Strafverteidiger ohne weiteres in der Lage ist, durch ein kurzes Telefonat z.B. mit dem Vorsitzenden einer Strafkammer vor oder während einer Hauptverhandlung jedes Strafurteil mittels einer vernünftig begründeten Verfahrensrüge zu Fall zu bringen – sofern das Gericht im Hauptverhandlungsprotokoll bzw. im Urteil nichts dazu wiedergibt.

Geht es nämlich in diesem Telefonat um eine mögliche Verständigung einer Strafabsprache, so muss der Richter dies dokumentieren, auch dann, wenn es nicht zu einer Verständigung kommt. Dies ergibt sich aus den Entscheidungen des BVerfG vom 19.3.2013, NJW 2013, 1058 und des BGH vom 10.7 ...

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