ipad-Neid auf langweiliger Weihnachtsfeier

Stellen Sie sich vor, die Weihnachtsfeier Ihres Betriebes ist fast immer so sterbenslangweilig, dass Sie jedes Jahr erneut Kämpfe mit sich austragen, ob Sie hingehen oder nicht. Nun: Es geht auf Mitte November zu, somit ist die Frage an sich nicht nur theoretisch interessant, sondern wird in wenigen Wochen bereits akute Brisanz erlangen, seien Sie sich sicher.

Stellen Sie sich weiter vor, Sie haben sich erneut zum Besuch durchgerungen, rechnen wie immer mit dem Schlimmsten und dann steht am Abend auf der Feier plötzlich Ihr Chef vor Ihnen und drückt Ihnen mit diesem gewissen Gesichtsausdruck ein nagelneues ipad mini im Wert von etwa 400 Euro in die Hand. “Als Geschenk” sagt er und aus Dank dafür, dass Sie sich das heute Abend antun. Und auf einmal ist alles schön, der Abend leicht und beschwingt.

Wir wollen nun nicht Grundsatzfragen der Konsumbesessenheit und Sinn und Unsinn von Apple-Produkten erörtern. Unsere Aufmerksamkeit gilt vielmehr denen, die nicht zur Feier gingen und am nächsten Morgen verblüfft von der vorabendlichen Bescherung der tapferen weil anwesenden Kollegen erfuhren.

Wie denken Sie, war deren durchschnittliche Reaktion? Genau! Muss man nicht näher beschreiben. Natürlich wollten sie auch eins haben. Diejenigen, die beim Arbeitgeber vorstellig wurden und ihr halbwegs nachvollziehbares Begehren vortrugen, blickten in ein konsterniertes und vielleicht etwas enttäuschtes Gesicht. Richtig leid tun würde es ihm, so der Chef vermutlich, aber das ipad, oh nein, das bekämen nur die als Geschenk, die auch auf der Weihnachtsfeier waren. Punkt. Als Dankeschön und als kleine Schmerzprämie sozusagen ...

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