Das Gericht musste mal

Nein, der Kopf quoll über und dann kam ein Gehirnstoffwechselendprodukt oberster Art und Güte heraus.

Herr Amtsgericht persönlich, nennen wir ihn W. (nicht wichtig), zog sich nach der Beweisaufnahme zur Beratung mit sich selbst zurück. Der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft hatte zuvor "keinen tiefgreifenden Zweifel" an den belastenden Aussagen der einzigen Belastungszeugin; die Abweichungen in ihren Aussagen, auch im Kerngeschehen, seien der Zeit geschuldet, die seit der angeblichen Tat ins Land gegangen sei (immerhin immense 7 Monate bei einer Mittzwanzigerin)

Ich habe als Verteidiger mit vorsichtigen Formulierungen zu verstehen gegeben, dass meine persönliche Meinung war, dass die Zeugin gelogen hat wie gedruckt, dass es darauf aber - wie immer- überhaupt nicht ankommt, sondern dass es bei einer solchen klassischen Situation "Aussage gegen Aussage" nur einen Weg gibt, nämlich in Anwendung des Satzes "in dubio pro reo" ein Freispruch, weil man gerade keine Entscheidung treffen könne, wer die Wahrheit gesagt hat, die Zeugin oder der bestreitende Angeklagte.

Und dann kam Herr W aus seiner Kemenate des Amtsgerichts M., verurteilte und begründete ...

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