BGH zur Veröffentlichung von Vornamen von Kindern prominenter Eltern

Einmal in der Öffentlichkeit bedeutet immer in der Öffentlichkeit, so jedenfalls könnte man die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 5. November 2013 interpretieren.

Was war passiert?

In dem Verfahren hatte sich der BGH mit der Frage zu beschäftigen, ob die Veröffentlichung von Vornamen und Alter eines Promi-Kindes zulässig sind. Geklagt hatte die zehnjährige Adoptivtochter des prominenten Günther J. Nach Verleihung der goldenen Kamera an den prominenten Günther J. berichtete die Beklagte Zeitschrift über das Leben der Familie wie folgt:

„Sie kümmert sich im heimischen Potsdam um die vier Kinder, die beiden leiblichen Töchter Svenja (21) und Kristin (18) sowie die adoptierten Mädchen Katja (14) und Mascha (10)."

BGH lässt das Allgemeine Persönlichkeitsrecht zurücktreten

Im Klageverfahren verlangte die Klägerin Mascha S. Von der Beklagten, die Veröffentlichung, sie sei ein Kind von Günter J., zu unterlassen. Wären die beiden Vorinstanzen der Klägerin recht gaben, wies der für das allgemeine Persönlichkeitsrecht zuständige Bundesgerichtshof die Klage ab. Zwar erkannte der Bundesgericht Gerichtshof hier eine Verletzung des Rechts der informationellen Selbstbestimmung aus Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK der Klägerin. Im konkreten Fall müsse dieses Recht jedoch hinter das Informationsinteresse der Allgemeinheit zurücktreten. Zunächst ist hier durchaus eine Abwägung zwischen dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht der

Landgericht Hamburg - Urteil vom 13 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK