Wenn zwei (Gesellschafter) sich streiten

In Zwei-Personen-Gesellschaften ist es manchmal wie in einer Ehe. Zu Beginn herrscht Einigkeit. Dann kommt der große Krach.

Zwei Personen, beide Gesellschafter, einer oder beide Geschäftsführer – das setzt voraus, dass sich beide bei wichtigen Themen einig sind. Das ist durchaus sinnvoll. Unangenehm wird es jedoch, wenn die Meinungen grundlegend auseinandergehen, kein Kompromiss mehr möglich ist und auch eine einvernehmliche Trennung scheitert. Dann wird der Patt zum Problem. Im schlimmsten Fall wird die Gesellschaft handlungsunfähig.

Typisch: erst den Geschäftsführer abberufen…

Eskaliert der Streit, versuchen die Gesellschafter sich häufig gegenseitig als Geschäftsführer abzuberufen. Eine Abberufung ist grundsätzlich jederzeit und ohne Grund möglich. Sie setzt aber eine Mehrheit der Stimmen in der Gesellschafterversammlung voraus. Haben beide Gesellschafter 50 Prozent oder möchte ein Minderheitsgesellschafter einen Mehrheitsgesellschafter abberufen, fehlt die erforderliche Mehrheit. Also muss ein wichtiger Grund für die Abberufung her. Der Vorwurf einer (angeblichen) Pflichtverletzung ist schnell gemacht.

…dann den Gesellschafter ausschließen

Die Reaktion des auf diese Weise abberufenen Gesellschafter-Geschäftsführers lässt nicht lange auf sich warten. Er beruft den anderen Geschäftsführer nicht nur aus (angeblich) wichtigem Grund als Geschäftsführer ab, sondern argumentiert, das Zerwürfnis sei unüberbrückbar. Der andere müsse daher auch als Gesellschafter aus der GmbH ausgeschlossen werden.

Die Hürde für einen wirksamen Ausschluss ist hoch ...

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