Tell a friend: Produktempfehlungen von Freunden sind unzulässig

In einem kürzlich veröffentlichten Urteil hat der Bundesgerichtshof Produktempfehlungen von Freunden („Tell a friend“) als reguläre Werbung eingeordnet, die nach den Vorgaben des Wettbewerbsrechts als belästigend und damit unzulässig anzusehen ist.

Was ist „Tell a friend“?

Es handelt sich um eine Funktion, die vor allem von Online-Shops eingesetzt wird: Auf der Website des Anbieters kann ein Kunde die E-Mail-Adresse eines Bekannten oder Freundes angeben, zusammen mit dem eigenen Namen und üblicherweise einem Kommentar oder einem Gruß. Der Freund oder Bekannte erhält dann eine automatisch generierte Nachricht, mit der ein Produkt oder eine Dienstleistung des Anbieters empfohlen wird, – und zwar vom Anbieter selbst.

Der Absender der E-Mail ist nicht der Freund, sondern das Unternehmen, das den beworbenen Artikel oder die beworbene Dienstleistung im Portfolio hat, auch wenn die versandte E-Mail den Eindruck erwecken kann, von dem Freund zu stammen. Der Nachricht eines Freundes wird der Empfänger natürlich mehr Aufmerksamkeit schenken als einer x-beliebigen Werbe-E-Mail.

Was hält der BGH davon?

Mehrere Gerichte haben in der Vergangenheit bereits festgestellt, dass auch das Empfehlungsmarketing per E-Mail unzulässige Werbung sein kann.

Diese Rechtsprechung hat das oberste deutsche Zivilgericht in seiner Entscheidung vom 12. September 2013 (Az.: I ZR 208/12) bestätigt ...

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