Die Rommels und die Zauberer

Zum gestrigen Tod von Manfred Rommel hätte ich eine Anekdote beizusteuern. Sie stammt von meinem ersten Mandanten überhaupt, dem einst sehr bekannten Zauberer Marvelli. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere spielte Marvelli in einem eigenen Zelttheater in Stuttgart, das sich auf einem zur Bebauung vorgesehenen Parkplatz befand. Da der Publikumsandrang bei Marvellis Show die Erwartungen bei weitem sprengte, zog der Magier bei Oberbürgermeister Rommel alle Register, um seine Spielgenehmigung immer wieder zu verlängern. Mehrfach waren die Baumaschinen bereits angerückt und zurückgepfiffen worden.

Rommel hatte seiner Sekretärin eigens Anweisung gegeben, den selbstbewussten Zauberer nicht noch ein weiteres Mal vorzulassen. Jetzt werde gebaut! Als Marvelli vorsprach, versicherte der Trickexperte, er wolle nichts, außer sich zu bedanken. Rommel ließ sich auf die Audienz ein. Bei diesem Gespräch überreichte Marvelli Rommel ein Foto, das diesen offenbar sehr bewegte.

Marvellis Vorgänger, Fredo Marvelli, war während des Kriegs der Boden in Berlin zu heiß geworden. Insbesondere pflegte Fredo Marvelli Feindschaft bis aufs Messer mit dem Filmproduzenten (“Jud Süß”) und Zauberer Helmut Schreiber (“Kalanag”) ...

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