Berater-Honorare: Schock für den Profi-Fußball?

Verschiedene Rechtsanwälte beraten sehr erfolgreich Profifußballer. Im Gegensatz zu anderen Spielerberatern müssen Rechtsanwälte keine besondere Lizenz erwerben, um als Spielerberater tätig zu werden. Dies gilt genauso für Elternteile, Geschwister und Ehepartner eines Spielers, weil deren Tätigkeit ebenso außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der FIFA und des DFB liegt. Diese Vorgaben lieferten dem Boulevard schon manch schöne Geschichte, man erinnert sich gerne zurück an Spielerfrauen wie Frau Illgner. Rechtsanwälte haben bei der Beratung von Fußballprofis gegenüber Familienangehörigen oftmals den Vorteil, dass Sie Experten in der Vertragsgestaltung sind und ihre Spieler im besten Falle auch bei der Vermarktung und Durchsetzung Ihrer Persönlichkeitsrechte rechtlich beraten und vertreten können, wenn sie entpsprechend spezialisert sind.

Eben ein solcher, als Spielerberater tätiger Rechtsanwalt war im Jahre 2006, zusammen mit weiteren Spielerberatern, in einen Fall verwirkelt, der nunmehr aktuell zu einem aufsehenerregenden Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. XI-R-4/11 v. 18.08.2013, veröffentlicht am 16.10.2013) führte. Im Rahmen einer Steuerprüfung bei Borussia Mönchengladbach fielen den Steuerprüfern die vom Verein deklarierten Umsatzsteuerzahlungen an insgesamt 10 Spielerberater auf. Die daraufhin eingeleiteten Verfahren mündeten aktuell nach über sieben Jahren in dem Urteil des Bundesfinanzhofes, durch welches wohl mindestens 70 Millionen Euro Steuernachzahlungen auf die Bundesligavereine zukommen werden ...

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