What a mess! Die Implementierung intelligenter Messsysteme: Chance, Risiko, Überforderung?

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Bringt der flächendeckende Rollout von intelligenten Messsystemen („iMess“) in Deutschland mehr als er kostet? Das Bundeswirtschaftsministerium hat bei Ernst & Young eine Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) erstellen lassen. Die Studie wurde vor einigen Wochen veröffentlicht – ein weiterer, wichtiger Schritt hin zur zukünftigen regulatorischen Ausgestaltung des iMess-Rollouts.

Man muss sich allerdings fragen: Können die dadurch entstehenden Herausforderungen von der Mehrzahl der Energieversorger gemeistert werden, oder entsteht einfach nur ein großes Durcheinander? Dass die Entscheidung zum Ausbau intelligenter Messsysteme (auch in der Fläche) längst gefallen ist, ist mittlerweile Allgemeingut. In weiten Teilen offen ist aber, wie diese Entscheidung umgesetzt wird: Welche Kunden bekommen welche Zähler bzw. Messsysteme? Wer übernimmt die tatsächliche operative Abwicklung? Wie werden die (Mehr-)Kosten refinanziert? Nach Angaben der Hersteller ist zumindest sicher, dass iMess ab Mitte 2014 technisch verfügbar, d.h. nach den technischen Richtlinien und dem Schutzprofil des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sein werden. Dann greifen die schon definierten Einbaupflichten nach dem EnWG (z.B. für alle Kunden oberhalb 6.000 kWh Jahresverbrauch). Wie und wann und ab welcher Energiemenge der Entnahme- bzw. Anschlussleistung der Einspeisestelle die Einbaupflicht intelligenter Messsysteme darüber hinaus besteht, wird noch entschieden. Fest steht: Es wird eine sehr große Zahl von Systemen sein ...

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