Die vorzeitige Restschuldbefreiung

Über die verschiedenen Möglichkeiten, ein Insolvenzverfahren über einen Gläubigervergleich zu verhindern und über meine Erfahrung hierüber aus Sicht der Verschuldeten und der Gläubiger habe ich bereits häufig berichtet. Die Möglichkeit einer außergerichtlichen Regulierung, die sich in vielen Fällen auch für die Gläubiger vor dem Hintergrund der üblen Aussichten in Insolvenzverfahren oft rechnen, hat sich nach meinen Erfahrungen und vielen Gesprächen mit den Beteiligten, schon sehr weit herumgesprochen.

Ein Vergleichsverfahren ist auch aus einem laufenden Insolvenzverfahren heraus möglich – als Exit, um ein bürokratisches Unterfangen zu vermeiden, das sich höchstens für den Insolvenzverwalter/Treuhänder rechnet.

Es gibt weitere – vom Bundesgerichtshof abgesegnete – Fälle und Möglichkeiten einer vorzeitigen Restschuldbefreiung: früher als die 6 Jahre (bis 07-2014) und schneller als die 3 Jahre (ab 07-2014 bei Mindestquote von 35% und Zahlung der Kosten):

Wenn kein Gläubiger Forderungen zur Insolvenztabelle anmeldet

Weil Insolvenzverfahren in den allermeisten Fällen zu keiner nennenswerten Quote führen und man hierfür sogar seine Forderungen noch umständlich anmelden und belegen muss, gibt es tatsächlich Fälle, in denen wenige oder gar keine Gläubiger ihre Forderungen geltend machen. Ein solcher Fall liegt mir gerade vor – die Gläubiger haben Ihre Forderungen längst abgeschrieben und der Betroffene möchte die aus einer Unternehmensinsolvenz resultierenden PrivatSchulden (Bürgschaften, persönliche Haftung) regulieren ...

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