Szenen aus dem Gerichtssaal XXXI

Eine strafrechtliche Hauptverhandlung beginnt in der Regel damit, daß das Gericht den Angeklagten nach Feststellung der Personalien und Verlesung der Anklageschrift und ordnungsgemäßer Belehrung fragt, ob er sich zur Sache einlassen möchte. In einer kürzlich geführten Hauptverhandlung “durften” sich indes zunächst das Gericht und die Staatsanwaltschaft erklären.

So war mein Mandant nach einem von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfall wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angeklagt worden. Es drohte neben einer Geldstrafe die Verhängung einer Sperre für die Erteilung der Fahrerlaubnis. Ohne meinen Mandanten vorher zu diesem Vorwurf anzuhören, wurde Anklage erhoben. Das zuständige Gericht ließ die Anklage unverändert zur Hauptverhandlung zu, bejahte also die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung meines Mandanten.

Kurz vor dem Termin zur Hauptverhandlung suchte mich mein angesichts der Anklageschrift sichtlich verdutzter Mandant auf … und legte mir seinen Führerschein vor, der bereits zum Unfallzeitpunkt gültig gewesen war ...

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